Medizinisch beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR)

Die Rückkehr in den Berufsalltag ist für viele unserer erwerbstätigen Patienten von großer Wichtigkeit, denn Arbeit bedeutet nicht nur finanzielle Sicherheit – es bedeutet auch Selbstständigkeit und Normalität. Um sie auf diesem Weg zu begleiten und du unterstützen bieten wir in all unseren Kliniken eine sogenannte medizinisch-berufliche Orientierung (MBO) an.

Körperleistungstraining:

MoVo-Lisa Programm in der Klinik Park-Therme

Körperliche Aktivität kann während und nach einer Krebstherapie dazu beitragen, Komplikationen und Nebenwirkungen abzumildern oder auch zu vermeiden. Auch bei Patienten, die vor ihrer Erkrankung eher inaktiv waren, kann sich eine Änderung des Lebensstils positiv auswirken. Deshalb ist es gerade bei onkologischen Erkrankungen von großer Wichtigkeit, die Patienten während ihres Reha-Aufenthaltes für sportliche Aktivitäten zu begeistern und sie gezielt in einen aktiven Lebensziel auch nach der Reha zu lenken.

Seit 2016 bietet die Klinik Park-Therme als erste der vier Hamm-Kliniken das Nachsorge-Programm „MoVo-LISA“ im Rahmen einer verhaltensbezogenen Bewegungstherapie an. Die etwas fremdartig klingende Bezeichnung des Programms setzt sich aus mehreren Begriffen zusammen. MoVo steht für Motivation und Volition. LISA ist die Abkürzung für Lebensstil-Integrierte Sportliche Aktivität. Ziel des Programms ist, dass die Teilnehmer nach dem Reha-Aufenthalt den Sport als festen Bestandteil in ihren Alltag integrieren und dadurch tatsächlich etwas an ihrem Lebensstil verändern. Geeignet sind vor allem diejenigen Patienten, die während ihres Reha-Aufenthalts Spaß an sportlichen Aktivitäten zeigen und auch motiviert sind, sich in Zukunft mehr zu bewegen, allerdings Schwierigkeiten haben, ihre guten Vorsätze im Alltag umzusetzen. Auch Wiederholer, die es nach der ersten Reha-Maßnahme nicht geschafft haben, weiterhin Sport zu treiben, sind typische Kandidaten für das MoVo-Lisa Programm.

Die meisten Patienten verfügen bereits über eine sportliche Grundmotivation. „Das weiß doch jeder, dass Bewegung gut ist.“ Schwierig wird es erst, wenn die guten Absichten und die theoretische Motivation auch in die Praxis umgesetzt werden sollen. Daher ist die sogenannte Volition, also die bewusste und willentliche Umsetzung von Zielen die größte Herausforderung. Um den Prozess der Selbststeuerung zu nutzen, müssen verschiedene äußere und innere Barrieren durch Willenskraft überwunden werden.

Das Programm wird nach einem festgelegten Leitfaden durchgeführt. Das Konzept dazu wurde von Prof. Dr. Reinhard Fuchs von der Universität Freiburg in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Wiebke Göhner und Dr. Caroline Mahler entwickelt.

 

Hirnleistungstraining

Neben den körperlichen Funktionseinschränkungen können auch die kognitiven Fähigkeiten unter der onkologischen Krankheitsbewältigung leiden – Dabei ist das sogenannte „Chemo-Brain“ ein geläufiger Begriff. Ärzte sprechen in diesem Zusammenhang lieber von leichten kognitiven Beeinträchtigungen, die sich durch Symptome wie Gedächtnisbeeinträchtigungen, Wortfindungsstörungen oder Konzentrationsschwierigkeiten äußern können.

Um diesen Beeinträchtigungen entgegenzuwirken, hilft zunächst meist schon etwas Gehirnjogging: Konzentrationsübungen, Zeitungsrätsel lösen oder sich einfach ins Gedächtnis rufen, was man vor 3 Tagen gegessen hat oder wie der Kinofilm hieß, den man als letztes besucht hat.

Neben diesen alltäglichen Tricks bieten wir Ihnen in unseren Kliniken auch spezielle Hirnleistungstrainings an, die Ihre kognitiven Fähigkeiten stimulieren und wieder verbessern sollen. Die Trainings finden mit Hilfe von unterschiedlichen computergestützten Programmen statt. Schnell werden Sie Fortschritte verzeichnen können – und zu Hause mit den Programmen einfach weiter üben!

Zertifiziertes QM-System DIN EN ISO 9001:2008Qualitätspreis Schleswig-HolsteinExzellente Qualität in der RehabilitationManagementanforderungen der BGW zum ArbeitsschutzQualitätspreis des Förderkreises Qualitätssicherung im Gesundheitswesen in Schleswig-Holstein e.V.