Reha-Antragsstellung

 

Wie beantrage ich eine Reha?

Im Unterschied zur Anschlussrehabilitation muss eine medizinische Rehabilitation oder sog. „Nachsorge“ vom Patienten selbst beantragt werden. Wir möchten Ihnen hilfreiche Tipps geben, worauf Sie achten müssen, um einen erfolgreichen Reha-Antrag zu stellen.

Tipp 1: Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem behandelnden Arzt und tauschen Sie sich mit ihm über Ihren Reha-Wunsch aus. Sie können auch so genannte Rehaservicestellen oder Krebsberatungsstellen Ihrer örtlichen Krankenkasse nutzen, die Ihnen beim Ausfüllen Ihres Reha-Antrags behilflich sind. Ihren Reha-Antrag erhalten Sie vom Kostenträger der Anschlussrehabilitation. Dieser ist auch der Kostenträger Ihrer möglichen Nachsorge-Reha nach Krebs. Sie können die Formulare dort telefonisch bestellen oder in unserer nachfolgenden Übersicht ganz bequem herunterladen.

 

Ein Teil der Unterlagen ist vom Patienten auszufüllen und ein anderer Teil, der ärztliche Befundbericht, vom Arzt. Senden Sie die Formulare ausgefüllt per Einwurf-Einschreiben an Ihren Kostenträger. Nach 2 – 4 Wochen erhalten Sie erfahrungsgemäß einen Bewilligungsbescheid.

Tipp 2: Sie haben lt. SGB IX, §8 ein zu begründendes Wunsch- und Wahlrecht. Auch wenn nicht gefragt, geben Sie auf dem Formular Ihre Wunschklinik an.

Tipp 3: Ihr behandelnder Arzt erstellt anhand Ihrer Diagnose und Ihrer derzeitigen Körpersituation einen Befundbericht, der dem Reha-Antrag beigefügt wird.

Tipp 4: Besonders wichtig ist es, dass Sie auf dem Reha-Antrag konkrete Einschränkungen oder Funktionsstörungen angeben, die die Notwendigkeit einer Rehabilitation bedingen. Diese können körperlicher oder psychischer Natur sein. Eine Liste mit möglichen Funktionsstörungen finden Sie in den untenstehenden Flyern.

Tipp 5: Lassen Sie sich von einem abgelehnten Reha-Antrag nicht entmutigen. Innerhalb von 4 Wochen können Sie mit aber auch ohne Ihren Behandelnden Arzt Widerspruch gegen die Ablehnung einlegen. Oftmals führt dies zum Erfolg.

 

Privatpersonen und Beamte

Falls kein Reha-Anspruch bei der Deutschen Rentenversicherung Bund vorliegt und Sie eine private Krankenversicherung haben, stellen Sie Ihren Reha-Antrag bei Ihrer privaten Krankenversicherung. Ob Ihre Versicherung die Kosten übernimmt, hängt von Ihrem individuellen Versicherungsvertrag ab. Bitte klären Sie die Übernahme der Kosten in jedem Fall im Vorfeld mit Ihrer privaten Krankenversicherung.

Das Gleiche gilt für Patienten, die in einem Beschäftigungsverhältnis mit Anspruch auf Versorgung nach beamtenrechtlichen Vorschriften/Grundsätzen stehen oder Versorgungsbezüge aus einem solchen Beschäftigungsverhältnis erhalten. Falls Sie beihilfeberechtigt sind, sollten Sie im Vorfeld einer Reha-Maßnahme klären, inwieweit die Beihilfe sich an den Kosten der Rehabilitation beteiligt und in welchem Umfang ein eventueller Differenzbetrag durch eine Zusatzversicherung abgedeckt ist.

 

Bescheid und Widerspruch

Nach sozialmedizinischer Begutachtung und versicherungsrechtlicher Prüfung Ihres Antrages erhalten Sie einen Bescheid des Kostenträgers. Bei Ablehnung haben Sie die Möglichkeit, innerhalb eines Monats schriftlich einen Widerspruch einzulegen. Oftmals wird nach einem Widerspruch die Rehabilitation genehmigt - zögern Sie also nicht, Ihr Widerspruchsrecht auszuüben. Ähnlich ist es, wenn Sie mit der vorgeschlagenen Rehabilitationsklinik nicht einverstanden sind. Machen Sie von Ihrem Wunsch- und Wahlrecht (SGB IX, §8) Gebrauch und bitten Sie formlos um eine Umbelegung in die Klinik Ihrer Wahl. Der Kostenträger bestimmt jedoch über Indikation bzw. Art, Dauer, Umfang, Beginn und Durchführung der Leistungen.

 

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