06.05.2020

Maskenpflicht in den Hamm-Kliniken

Unsere Mitarbeiter nähen selbst!

Seit Montag, den 27. April 2020 herrscht aufgrund der Corona-Pandemie eine bundesweite Maskenpflicht in Deutschland. Betroffen von der Pflicht sind vor allem der öffentliche Nahverkehr sowie Einkaufsläden. Auch für Gesundheitseinrichtungen ist das Tragen von Masken behördlich vorgesehen.

Zum besonderen Infektionsschutz unserer Patienten und Mitarbeiter wurde daher auch in allen vier Hamm-Kliniken eine Maskenpflicht eingeführt. Die benötigten Masken werden von der Klinik kostenfrei zur Verfügung gestellt und müssen immer dann getragen werden, wenn man sich außerhalb des eigenen Patientenzimmers, beziehungsweise des eigenen Büros aufhält und mit dem Kontakt zu anderen Personen rechnen kann.

Bei den ausgegebenen Patienten-Masken handelt es sich vor allem um sogenannte „Community-Masken“, einem Behelfs-Mund-Nasen-Schutz aus Stoff. Durch das Tragen können die Geschwindigkeit des Atemstroms und des Tröpfchenauswurfs reduziert werden. Außerdem können die Masken das Bewusstsein für „social distancing“ sowie den gesundheitsbezogenen achtsamen Umgang mit sich und anderen unterstützen.

Der extrem hohe Bedarf macht Masken derzeit zu einem wertvollen Gut. Immer mehr Menschen werden kreativ und fertigen sich ihren Mund-Nasen-Schutz selbst an. So auch in unseren Kliniken. Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen nähen freiweillig in ihrer Arbeitszeit Masken. Dabei sind sie sehr fleißig und sehr produktiv!

In der Klinik Park-Therme wurden bereits rund 400 Masken von 9 Nähern gefertigt. Mitarbeiter aus allen Abteilungen helfen beim Schnittmuster-Zeichnen, Zuschneiden und Bügeln. Die Nähmaschinen stammen aus dem Privateigentum der Kollegen und werden im Kreativraum aufbewahrt und eingesetzt. Zusätzlich durfte sich die Klinik Park-Therme auch über externe Maskenspender freuen:

  • Die Gemeinde Badenweiler spendete rund 40 selbstgenähte Behelfsmasken
  • Die Firma m-tec mathis technik gmbh aus Neuenburg spendete 1.000 FFP1 Masken
  • Die Ehefrau von Chefarzt Dr. Hoffmann spendete 30 selbstgenähte Behelfsmasken
  • Das Markgräfler Gymnasium in Müllheim spendete 100 Chemielabor Schutzbrillen

Auch die Klinik Nordfriesland wurde mit 30 selbstgenähten Stoffmasken beschenkt. Spender war hier die Aktion „Herzkissen Nordfriesland“, die normalerweise herzförmige Kissen speziell für Brustkrebspatientinnen näht und diese ehrenamtlich an Patienten onkologischer Praxen oder Kliniken verteilt.

Aber auch in der Klinik legt man selbst Hand an. Seit 28. April arbeiten fünf Kollegen an der Produktion selbstgenähter Stoffmasken. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Innerhalb der ersten 6 Stunden wurden bereits 60 Masken genäht und bis heute sind es bereits 485! Genutzt wurden unter anderem Stoffe mit hübschen Nordseemotiven.

Schließlich ist auch in der Klinik Bellevue das Do-it-Yourself-Fieber ausgebrochen. Insgesamt acht fleißige Näherinnen haben bisher über 300 Masken gefertigt – Ziel sind rund 400 Stück. Unterstützt werde sie durch die selbsternannten „talentfreien Schneiderinnen“, die die Stoffmuster aufzeichnen und auf die richtige Größe zuschneiden. Die Nähmaschinen wurden in zwei leerstehenden Patientenzimmern untergebracht, in die sich die Näherinnen je nach Zeit und Bedarf zurückziehen können.

 

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