12.07.2016

100 Jahre Fritz Hamm

Jubiläum des Gründers

Am 12.07.1916 erblickte der kleine Friedrich Hamm in Mainz das Licht der Welt. Damals ahnte noch niemand, dass aus dem jungen Apothekersohn, den jeder nur „Fritz“ rief, einmal der „Pionier des modernen Heilbades“ Bad Soden werden würde.Zunächst jedoch besuchte Fritz Hamm das humanistische Gymnasium in Bruchsal und machte sein Abitur. Danach bestritt er die Offizierslaufbahn und wurde während des Zweiten Weltkrieges sowohl im Westen als auch im Osten eingesetzt. Schließlich wurde er sogar zum Major im Gene-ralstab ernannt.

Nach Kriegsende verließ er die Armee und suchte neue berufliche Herausforderungen in dem Holzbetrieb seines Schwiegervaters und in einem Unternehmen für die Herstellung von Karbid-lampen (Bergwerkslampen). In beiden Unternehmen übernahm er Bürotätigkeiten. Fritz Hamm war schon früh politisch engagiert und seit 1945 ein Mitglied des Weidener Kreistages. 1958 wurde er dann zum Bürgermeister der 3.300-Seelen-Gemeinde Erbendorf im Fichtelgebirge gewählt und bestritt sein erstes Kommunalamt.

Die Kommunalpolitik war auch das, wofür sein Herz schlug. Als er 1960 nach Bad Soden kam, fand er dort nur einen unscheinbaren Ort mit schlechter Infrastruktur und Wohnungsnot. Das Kur-bad steckte noch in den Kinderschuhen. Mit Mut und Beharrlichkeit verlieh Fritz Hamm der Stadt Stück für Stück seinen Glanz: 1974 wurde ein neues Schwimmbad gebaut, die Bergruine wurde saniert, Baugebiete erschlossen und Hotels sowie Kurheime schossen aus dem Boden. „Der Mut zum Risiko bringt uns auch in Zukunft den wirtschaftlichen Fortschritt“ war nicht nur sein Wahl-spruch, es war seine Lebenseinstellung.

Seine Beharrlichkeit und sein Ehrgeiz zahlten sich sowohl für die Stadt Bad Soden, als auch für die politische Karriere von Fritz Hamm aus. Am 14.7.1961 wurde er von der Stadtverordnetenver-sammlung zum Bürgermeister gewählt und daraufhin am 21.12.1963 zum ersten Kurdirektor von Bad Soden ernannt. 1974 übernahm er das Amt des hauptamtlichen Stadtrats, wofür er seine Position als Bürgermeister niederlegte. Die Ämter des Kurdirektors und Stadtrates behielt er je-doch bis 1980 inne. Im Laufe seiner 20-jährigen Tätigkeiten hatten sich die Kurgastzahlen auf über 45.000 Besucher pro Jahr verzehnfacht und die Übernachtungen verzwanzigfachten sich sogar auf 800.000. Politisch engagiert blieb Fritz Hamm jedoch bis zu seinem Tod. So ließ er sich etwa eigens für die Teilnahme an der Magistratswahl schwerstkrank von der Klinik in Mainz nach Bad Soden fahren, nur um dort seine Stimme abzugeben.

Neben der Politik interessierte sich Fritz Hamm auch für Rehabilitationseinrichtungen. Vor seiner Zeit in Bad Soden sammelte er bereits Erfahrungen in diesem Sektor, indem er sich an einer Kli-nik am Bodensee beteiligte. 1973 eröffnete er mit seiner Frau Else Hamm, die die Eigentümer-schaft innehielt, die Klinik Bellevue in Bad Soden. Sie war die erste von fünf  Kliniken der heutigen Hamm-Kliniken GmbH & Co. KG. Am 2. Mai 1976 wurde dann die Klinik Nahetal in Bad Kreuz-nach gekauft und wenig später eröffnet. 1978 eröffnete die Rheumaklinik Fürstenhof in Baden-weiler, die heute als Hotel genutzt wird.

Leider verstarb Fritz Hamm am 17. September 1981 nach schwerer Krankheit mit nur 65 Jahren. Seine Frau Else und später seine Tochter Kristin traten in seine Fußstapfen. Sie erweiterten die Klinikgruppe und eröffneten 1988 die Klinik Park-Therme und 1995 die Klinik Nordfriesland. Sein Lebenswerk ist für die Bad Sodener bis heute unvergessen. 1987 wurde anlässlich der 150 Jahr-Feier Bad Sodens, der große Badestrudel zur Ehrung seines Lebenswerkes nach ihm benannt und nach wie vor verbindet man ihn mit dem Pionier des modernen Heilbades.

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