Am 24. April 2026 fand in der Hamm Klinik Nahetal in Bad Kreuznach eine besondere Vernissage statt: Unter dem Titel „Mein innerer Garten“ wurden Werke präsentiert, die im Rahmen eines halbjährigen kunsttherapeutischen Projekts entstanden sind.
Bereits der Sektempfang bot Raum für Begegnung und Austausch. Die musikalische Eröffnung durch Petra Erdmann mit der „Humoreske“ von Antonín Dvořák schuf eine stimmungsvolle Atmosphäre. Nach den Begrüßungs- und Dankesworten des kaufmännischen Leiters Ulrich Bocklet folgte mit „Salut d’Amour“ von Edward Elgar ein weiterer musikalischer Beitrag. Kunsttherapeutin Julia Eder gab anschließend Einblicke in das Projekt und dessen Hintergründe. Den Abschluss der Veranstaltung bildete „Lord of the Dance“ von Ronan Hardiman.
Im Mittelpunkt der Ausstellung standen rund 30 Werke, die während der Kunsttherapie entstanden sind. Die Teilnehmenden wurden in den Sitzungen durch Achtsamkeits- und Imaginationsübungen begleitet, die sie zu inneren Bildern führten. Ein zentrales Motiv war dabei der „innere Garten“ – ein individueller, geschützter Raum, der in der Vorstellung betreten, erlebt und anschließend künstlerisch gestaltet wurde.
Die entstandenen Bilder zeigen eine große Bandbreite an Ausdrucksformen: von weitläufigen Landschaften bis hin zu geschützten, klar strukturierten Räumen, von farbenfroher Blüte bis zu ruhigen, reduzierten Darstellungen. Auch der Weg zum Garten, die Atmosphäre sowie Begegnungen mit Personen oder Tieren spiegeln persönliche Themen und innere Prozesse wider.
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts waren die anschließenden Resonanzrunden. In einem geschützten Rahmen konnten die Teilnehmenden ihre Werke präsentieren und Rückmeldungen erhalten – stets wertschätzend und ohne Interpretation. Dieser Austausch förderte Selbstwahrnehmung, emotionale Klarheit und das Erleben von Gemeinschaft.
Kunsttherapie als wertvolle Unterstützung
Die Kunsttherapie ist ein wichtiger Bestandteil der psychoonkologischen Abteilung der Hamm Klinik Nahetal. Sie richtet sich insbesondere an Menschen, deren Erfahrungen und Gefühle sich nur schwer in Worte fassen lassen. Durch kreatives Gestalten mit unterschiedlichen Materialien wird es möglich, innere Themen sichtbar zu machen, Distanz zu gewinnen und neue Perspektiven zu entwickeln.
Die Vernissage machte deutlich, wie wirkungsvoll dieser Ansatz sein kann: Viele Patientinnen und Begleitpersonen zeigten sich tief berührt von der Offenheit und Ausdruckskraft der Werke.
Ein gelungener Abend
Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und zeichnete sich durch eine besondere Atmosphäre aus – geprägt von Wertschätzung, Respekt und emotionaler Tiefe.
Unser herzlicher Dank gilt allen Rehabilitandinnen und Rehabilitanden für ihr Vertrauen und ihre Offenheit sowie dem Team der Gestaltungstherapie für die engagierte Begleitung dieses Projekts.
Die Vernissage „Mein innerer Garten“ bleibt als eindrucksvolles Beispiel dafür in Erinnerung, wie Kunst Räume für Entwicklung, Begegnung und neue Perspektiven schaffen kann.